Entity Theatre e.V. präsentiert Macbeth im Westpark-Theatron

Entity Theatre kehrt mit William Shakespeares Tragödie Macbeth in den Westpark zurück.

Regie führen Conny Loder, John Yates und Sarah Ryan, die Produktion übernehmen Ken
Lawler und Peter Heinz.

Die Vorstellungen finden am Samstag 4. und Sonntag 5., am Freitag 10., Samstag 11. und Sonntag 12., sowie am Freitag 17., Samstag 18. und Sonngtag 19. Juli 2026 jeweils um 19:00 Uhr im Theatron im Westpark statt. (nächstgelegene U-Bahn-Station: Holzapfelkreuth, U6, 15 Minuten zu Fuß).
Alle Vorstellungen sind in englischer Sprache.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Über das Stück
Macbeth ist nach wie vor eine der zeitlosesten Tragödien Shakespeares, gerade weil seine
zentralen Themen über den historischen Kontext seiner Entstehung hinausreichen. Das Stück,
das anlässlich der Thronbesteigung von James I. verfasst wurde, hinterfragt die destruktive
Natur ungebremster Ambitionen, die psychologischen Folgen moralischer Verfehlungen und
die Fragilität politischer Legitimität: Themen, die im heutigen politischen Diskurs aktueller
denn je sind. Macbeths Fall vom angesehenen Krieger zum tyrannischen Herrscher spiegelt
Muster wider, die alltäglich im modernen politischen Leben zu beobachten sind, während
Lady Macbeths psychischer Zusammenbruch moderne Vorstellungen von Schuld und Trauma
vorwegnimmt. Die Tatsache, dass ein vierhundert Jahre altes Stück noch immer eine solche
Resonanz hervorrufen kann, zeugt von Shakespeares bemerkenswerter Einsicht in die
menschliche Natur.

Als James VI. von Schottland 1603 König James I. von England wurde, waren seine
Untertanen bestrebt, ihm zu gefallen und seine Ansichten zur Dämonologie zu teilen. James
glaubte, von Hexen entführt worden zu sein, und widmete sein gesamtes Erwachsenenleben
der Veröffentlichung von Werken, die sich vehement gegen die Hexerei richteten, wie
beispielsweise The Daemonologie. Christopher Marlowes Doctor Faustus (1604) nutzt diese
Angst vor Zauberei aus, indem es Hexerei als Werk des Teufels zeigt. In Shakespeares
Macbeth (1606) wird die Magie noch weiter getrieben: die “fenny snake“, das “eye of newt“
und der “toe of frog“ gelten als echte Zaubermittel. Macbeth stellt zudem Fleance, Banquos
Sohn, als Stammvater der schottischen Könige aus dem Hause Stewart dar, der direkt auf
James VI. selbst zurückführt.

Der Fluch des Stücks
Die Theaterwelt des 19. Jahrhunderts schuf den Mythos, dass bei der Uraufführung des Stücks
im Jahr 1606 der Darsteller der Lady Macbeth plötzlich verstarb und Shakespeare selbst die
Rolle übernehmen musste. Zu den weiteren Gerüchten über Pannen gehört die Verwendung
echter Dolche anstelle von Requisiten für den Mord an König Duncan, was zum Tod des
Schauspielers geführt haben soll. Obwohl es keine Beweise gibt, die diese Geschichten
stützen, hat sich der Mythos vom verfluchten Stück bis heute gehalten.
Auch andere Inszenierungen wurden von Unfällen heimgesucht, darunter Stürze von
Schauspielern von der Bühne, mysteriöse Todesfälle und Beinaheunfälle mit herabfallenden
Bühnengewichten, wie es Laurence Olivier 1937 im Old Vic widerfuhr. Die große Zahl der
mit dem Stück verbundenen Pannen könnte jedoch einfach eine statistische Anomalie sein.
Schließlich ist Macbeth eines der am häufigsten aufgeführten Stücke Shakespeares.

Zusammenfassung
In Macbeth spielen die Hexen eine zentrale Rolle: Sie geben den Lauf der Ereignisse vor,
indem sie Macbeth gefährliche Prophezeiungen einflüstern. Ihre Worte erwecken seinen
Ehrgeiz und treiben ihn zu Mord und Machtstreben. Während sich ihre Visionen erfüllen,
manipulieren sie sein Vertrauen in das Schicksal, lenken sein Handeln und verstärken seine
Paranoia. Selbst Lady Macbeth scheint in ihrem Bann gefangen zu sein. Der Einfluss der
Hexen ist unbestreitbar, durchdringt jede Entscheidung und verwischt die Grenzen zwischen
Wahl und Schicksal. Während sich das Chaos ausbreitet und die Realität zerbricht, wird klar,
dass Macbeth sein Schicksal nicht selbst in der Hand hat: die Hexen ziehen zweifellos
weiterhin die Fäden. Doch wie weit werden sie gehen?

Über Conny Loder, Regisseurin
Dr. Conny Loder studierte Englisch auf Lehramt (LMU) und am Shakespeare Institute in
Stratford-upon-Avon. Sie hat Shakespeare-Studies in den USA, Großbritannien und
Deutschland unterrichtet, arbeitet als Teacher Trainer und leitet regelmäßig Workshops für
Schulen. Sie führte bei allen bisherigen Entity-Sommer-Shakespeare-Aufführungen Regie – A
Midsummer Night’s Dream, The Merry Wives of Windsor, As You Like It, Twelfth Night,
Hamlet, Romeo & Juliet, The Tempest: a digital project, Much Ado About Nothing, Comedy of
Errors, Othello und The Merchant of Venice. Außerdem gründete sie die renommierte
Jugendschauspielgruppe ESM Players (Richard III, Macbeth, Shakespeare’s Complete Works,
The Playwright, Julius Caesar, Twelfth Night). Zu ihren weiteren Theatererfahrungen zählen
Tätigkeiten im Front of House und des Learning Departments der Royal Shakespeare
Company (RSC). In der Überzeugung, dass jeder Freude an Shakespeare haben kann und dass
seine Stücke eher zur Aufführung als zur Analyse geschrieben wurden, führt sie nicht nur
Regie, sondern leitet auch Exkursionen nach London, um Shakespeare-Aufführungen und
Workshops mit Schauspielern zu besuchen und auf den Spuren des frühneuzeitlichen Theaters
zu wandern.

Über Entity Theatre e.V.
Entity Theatre e.V. wurde 1999 von Danny Strike und Alison Sandford als „Entity Theatre
Workshop“ gegründet. Heute ist Entity eine internationale, englischsprachige Theatergruppe
mit Sitz in München. Wir haben Mitglieder ab 18 Jahren aus allen Teilen der Welt und heißen
Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund herzlich willkommen, an unseren Aktivitäten
und Aufführungen teilzunehmen.
Entity ist Mitglied von FEATS, dem Festival of European Anglophone Theatrical Societies
(feats.eu), und hat bei diesem Wettbewerb zahlreiche Preise gewonnen, zuletzt den „Best
Actress Award 2023 & 2024“ (Elizabeth Goetze; Megan Nerlich & Hannah Davis) und den
„Best Stage Management 2024“ (Team Sarah Ryan).

Contact:
Ken Lawler—Production
0176 53734088
ken.lawler@entitytheatre.org

 

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